rint CB: Neue Kupferpaste für gedruckte Schaltung, eine Kostengünstige und zuverlässige Lösung für die Umsetzung

Kupferpaste für gedruckte Elektronik
Dico Electronic startet Vertriebskooperation mit Printcb für Kupferpasten

Der israelische Hersteller Printcb und Dico Electronic haben eine Vertriebskooperation für die Kupferpaste Cop Pair CI-003 gestartet. Die zweikomponentige leitfähige Kupferpaste für Siebdruckanwendungen kommt vorzugsweise für gedruckte Elektronik zum Einsatz.

Mit sofortiger Wirkung ist Dico Electronic der Vertriebspartner des israelischen Herstellers Princb für die deutschsprachige DACH-Region. Schwerpunkt der Kooperation ist die zweikomponentige, leitfähige Kupferpaste Cop Pair CI-003, die für Siebdruckanwendungen ausgelegt, vorzugsweise für gedruckte Elektronik zum Einsatz kommt. Für beide Unternehmen ist dies eine Win-Win-Situation: Dico erweitert damit nicht nur sein Angebotsportfolio, während Printcb seinen Expansionskurs nun auch in Europa fortsetzen kann.

 

Attraktiver Markt der gedruckten Elektronik
Vielmehr will sich Dico Electronic im Zuge des rückläufigen Marktes bei Eingabesystemen und Folientastaturen mit Produkten für den aufstrebenden Markt der gedruckten Elektronik neu positionieren, erläutert Andreas Löhnert: „Der Markt für Eingabesysteme bekommt vermehrt Gegenwind von den auch in Fertigungen immer beliebter werdenden Touchdisplays, so dass die Welt der haptischen Eingabeeinheiten absehbar das Nachsehen haben werden. Deshalb wird sich das Geschäft mit den elektromechanischen Teilen auf den Ersatzteilbedarf reduzieren.“ Dem gegenüber stünde der kontinuierlich attraktiver werdende Markt für gedruckte Elektronik, argumentiert der Geschäftsführer von Dico Electronic: „Dünn, leicht und flexibel sind Kerneigenschaften, die die organische und gedruckte Elektronik auszeichnen.“ Diese Vorzüge ermöglichen neue Anwendungen in einer Vielzahl von Bereichen wie etwa der Unterhaltungselektronik, Medizintechnik und Pharma, Automobil sowie Beleuchtung. Nicht mehr wegzudenken ist die gedruckte Elektronik als Fitnesstracker. Daher wird die gedruckte Elektronik auch weiterhin im Aufwind bleiben: Der im VDMA integrierte Fachverband OE-A erwartet für 2019 ein Umsatzwachstum von 3 Prozent. Dies zeigt die aktuelle Geschäftsklimaumfrage der OE-A (Organic and Printed Electronics Association). Für 2020 erwarten die Firmen eine weitere Steigerung des Umsatzes um 5 Prozent. Dieser Zuwachs wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette erwartet.

„In der gedruckten Elektronik sehe ich die Schwerpunkte, wo die Reise auch mit uns hingehen wird: Jeder, der gedruckte Elektronik herstellt, muss diese auch entsprechend schützen können. Diese Infrastruktur können wir ebenfalls anbieten“, erläutert Löhnert und verweist dabei sowohl auf Isolations-, Carbon- und Silberpasten, wie auch auf Vergussmassen und Kleber sowie Lote, um die gedruckten elektronischen Schaltungen in die entsprechenden Produkte für überführen zu können. Überdies konnte Dico auf dem Gebiet der gedruckten Elektronik bereits Erfahrungen sammeln. Seit dem Jahr 2009 hat der Vertriebspartner Silberleitpasten aus dem Hause Creative Materials Inc. (CMI) im Portfolio. Mit der im Februar 2019 auf dem Markt lancierten Kupferpaste Cop Pair CI-003 von Printcb gibt es nun eine adäquate Alternative: „Wenngleich die Leitfähigkeit von Silberpasten um das 1,5-fache niedriger liegt als bei der Kupferpaste, ist letztere um 50% günstiger“, summiert Löhnert die Vorteile der Paste auf.

 

Was kann Cop Pair CI-003?
Die Zusammensetzung der Kupferpaste erlaubt es, die Paste bei Raumtemperatur zu drucken. Die Aushärtung/Sintern muss für 5 min bei 150 °C im Konvektions- oder IR-Ofen erfolgen. Nach dem Aushärten können Komponenten unter Verwendung von Niedertemperatur-Lotpasten (SnBi oder SnBiAg) mit der gedruckten Schicht verbunden werden. Um eine möglichst gute mechanische Festigkeit zu erhalten, wird eine Verklebung, respektive Sicherung der Bauteile mit der Oberfläche empfohlen.

Mit einer Viskosität von 7000 bis 10.000 cP, einem Feststoffgehalt von >80 Prozent und einer Leitfähigkeit von bis zu 30 mOhm/square/mil eignet sich die Kupferleitpaste zum Bedrucken verschiedener Kunststoffsubstrate wie etwa behandeltes oder unbehandeltes PET, PA, PEN und FR4. Zudem bleibt es auch zuverlässig auf Papier, Glas oder Aluminium gut haften. Darüber hinaus weist es mit einer mittleren Partikelgröße von 5 µm sehr gute Siebdruckeigenschaften auf und ist ausgelegt für Polyester- der Stahl-Siebe mit 125mesh oder geringer, wobei sich eine typische Lagendicke nach einem Druck von 15 µm erzielen lässt.

Die Kupferpaste weist eine hohe Flexibilität auf: Bei einem Testverfahren wurde laut Printcb erwiesen, dass eine 1 mm breite Linie, die auf eine Folie gedruckt ist, sich zweimal (720°) um einen Zylinder mit einem Radius 8 mm auf- und wieder abwickeln ließ. Widerstandsänderungen wurden hierbei nach 10 Zyklen aufgezeichnet. Die optimale Flexibilität wird laut Hersteller mit 25 µm dicken Schichten erreicht. Die Kupferpaste wurde auch Umwelttests unterzogen, um Änderungen der elektrischen Eigenschaften nachvollziehen zu können. Bei trockener Hitze (85 °C, 10 Tage) wurde ein Wert von < +15 Prozent ermittelt; bei 40 °C, 95% rel. LF (10 Tage) < +20 Prozent und unter Thermoschock < +15 Prozent (-40 °C bis +150 °C, 30 min/Zyklus, 1000 Zyklen).

 

((Autor))
Marisa Robles, Chefredakteurin Productronic

((intern))
208pr1219
Dico Electronic, Löhnert Industrievertretungen
Andreas.Loehnert@loehnert-industriebedarf.de
Baugruppenfertigung, Leiterplattenfertigung, gedruckte organische Elektronik

((BU))
Marisa Robles (Productronic) im Gespräch mit Andreas Löhnert (Dico Electronic).

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